Pharmalobby - News aus Pharma und Medizin
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Hintergründe zum Pharmamarketing
22 Dezember 2008
Neues vom Berufsverband der Pharmaberater
In der Mitteldeutschen Zeitung, nimmt Erhard Jörgens vom Berufsverband der Pharmaberater Stellung zum Tätigkeitsfeld der "Heilsbringer im Gesundheitswesen."

«Der Pharmaberater handelt daher nicht nur im Interesse der Industrie, sondern auch im Sinne der Sicherheit der Patienten: Mit einer gründlicheren Beratung hätte sich etwa ein Skandal wie bei Contergan womöglich verhindern lassen.»

Mehr dazu lesen Sie hier.

Medikamentenverordnung unter dem Einfluss des Pharmamarketings ist wie Autofahren unter Alkoholeinfluss.
posted by Pharmafritz @ 13:10   0 comments
Mitleidsmasche
Weihnachten ist immer dann bedrohlich nahe, wenn Spendenaufforderungen und andere Bettelbriefe den Briefkasten verstopfen. Davon ist auch das Emailfach nicht ausgenommen.

Eine ganz besondere Masche hat man sich anscheinend dieses Jahr bei pharmaberater.de ausgedacht. Eine sogenannte "Moderatorin" dieses Selbstbeweihräucherungsforums für Pharmaberater, namens "Füchsin", im realen Leben steckt dahinter Rosi R., eine ehemalige und mittlerweile berentete Pharmaberaterin, hat eine herzerweichende Geschichte zusammengerührt, die zumindest bei mir zu erheblicher Skepsis Anlass gibt.

Unter der Überschrift "Hilfe für einen ehemaligen Kollegen," berichtet Rosi R. alias "Füchsin" von einem Kollegen, der angeblich dringend Hilfe benötigt. Im Verlauf des Berichtes erfährt man von Rosi R. nie was so recht Sache ist. Angeblich hat der bedürftige ehemalige Pharmaberater sich bei Rosi R. gemeldet und geweint, aber auch hier, nichts genaues erfährt man nicht, ich gehe mal davon aus, das soll man auch gar nicht.

Letztendlich endet die rührselige Geschichte ersteinmal damit, dass Rosi R. den bedürftigen Pharmaberater seit zwei Tagen nicht mehr gesprochen haben will.

Mir kommen am Wahrheitsgehalt dieser Story erhebliche Zweifel auf.

Auch ansonsten kann ich über dieses zweckoptimierte Forum wenig positives berichten. Was ist auch zu erwarten, wenn sich in diesem Forum die Pharmaberater alle so extrem wichtig nehmen und meinen, ohne sie würde sich die Welt im Gesundheitswesen nicht weiterdrehen. Ich denke mal, eher das Gegenteil wäre der Fall. Wenn auch noch eine Moderatorin namens "Blümchen", die im richtigen Leben Iris W. heisst und in Wuppertal wohnt, mit einem Doktortitel im bundesdeutschen Telefonbuch agiert, den zu führen sie überhaupt nicht berechtigt ist, ich denke mal, dann sollte man um dieses Forum einen großen Bogen machen, zumal kritische Stimmen in diesem Forum nicht erwünscht sind. Da wird dann unter fadenscheinigen Vorwänden der Forumsteilnehmer samt sämlichen Beiträgen gelöscht.
posted by Pharmafritz @ 12:29   0 comments
05 August 2008
Trommsdorff - Pharmaunternehmen oder Elektronikhändler?
Das muss man sich fast fragen.

Das Pharmaunternehmen Trommdsorff scheint doch mehr Dreck am Stecken zu haben als bisher bekannt. Es besteht nun auch der Verdacht, dass Trommsdorff Ärzte mit Hilfe einer fondsorientierten Altersvorsorge geködert hat. Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt bereits. Die Pharmafirma ist kein unbeschriebenes Blatt. Wie jetzt herauskam, besteht gegen Trommsdorff bereits ein rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Aachen aus dem Jahr 2006. Bereits zu dieser Zeit wurde die sonderbare Ärztehonorierung in Form von IT-Technik und Elektronik vom Landgericht kritisiert.

Weiterlesen bei stern.de/blog

Medikamentenverordnung unter dem Einfluss des Pharmamarketings ist wie Autofahren unter Alkoholeinfluss.
posted by Pharmafritz @ 13:45   0 comments
29 Juli 2008
Laptops für Ärzte - Neues aus dem Pharmamarketing
Eigentlich hat das Pharmaunternehmen Trommsdorff ihr Arzneimittel Emestar® zur Blutdrucksenkung entwickelt. Nun verursacht das Medikament allerdings genau das Gegenteil - hohen Blutdruck - jedenfalls bei einigen Mitarbeitern der Pharmafirma Trommsdorff. Die Patienten müssen sich nicht sorgen, das Medikament ist ok, lediglich die Marketingmethoden der Herstellerfirma, um das Medikament bei der Ärzteschaft bekannt zu machen, haben die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen.

Das Angebot war auch zu verlockend. Für 5 Patienten, die der Arzt auf Emestar® einstellte, bekam er einen Flachbildschirm, waren es 12 Patienten, rückte die Pharmafirma eine Espressomaschine raus und für 18 Patienten, die der Arzt per Anwendungsbeobachtungen an das Pharmaunternehmen meldete, durfte er sich über einen Laptop freuen. So großzügig zeigte sich die Pharmafirma Trommsdorff, wenn Ärzte bereit waren, ihren Blutdrucksenker Emestar® ihren Patienten zu verordnen.

Nun hat die Staatsanwaltschaft Aachen Trommsdorff durchsucht, "eine ganze Menge Unterlagen" beschlagnahmt, wie der leitende Oberstaatsanwalt mitteilte und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Grund: Die Ermittler gehen mehreren anonymen Hinweisen nach, denen zufolge bei den sogenannten Anwendungsbeobachtungen für das Medikament Emestar® kräftig gemauschelt wurde. Laut Staatsanwaltschaft besteht überdies der Verdacht, dass Ärzte die Behandlung der Patienten mit dem Medikament bei den Krankenkassen abgerechnet haben.

Solche Marketingmethoden sind nicht neu, ebensowenig das Verhalten der Ärzte. Der Pharmaindustrie geht es in erster Linie um Profit, nicht um das Wohl der Patienten, auf einige Ärzte scheint das auch zuzutreffen.

Quellenangabe:
Sternblog
an-online.de
posted by Pharmafritz @ 01:22   0 comments
06 April 2008
Albtraum
Brüssel will Werbung für rezeptpflichtige Arzneimittel legalisieren.

Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente ist nach EU-Recht in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union verboten. Geht es nach der EU-Kommission, könnte dieses Verbot bald Geschichte sein. Sie plant eine Neufassung der Richtlinie, die Pharmafirmen gestatten soll, mit ihren Informationen zu werben. Kritiker halten dies für verhängnisvoll.

Den ganzen Bericht lesen...
posted by Pharmafritz @ 14:49   0 comments
06 Februar 2008
Arzneimittelmuster - wie die Pharmaindustrie Ärzte "anfüttert"
Mehr als 5,5 Milliarden Gratispackungen Ärztemuster dürfen die Pharmafirmen pro Jahr in den Praxen abgeben zwei Kleinpackungen pro Präparat, Arzt und Jahr. Die Motive der Industrie liegen auf der Hand: Die Ärzte sollen sich an die Medikamente gewöhnen und später in möglichst großer Zahl verordnen. Welche Folgen hat das für die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen? Und gibt es sinnvolle Alternativregelungen, die es dem Arzt ermöglichen, neue Medikamente kennenzulernen, ohne dass eine "Musterflut" die Praxen überschwemmt? Diesen Fragen ist das "Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen" (WINEG) nachgegangen. Das Fazit der Experten: Die Musterabgabe sollte zeitlich begrenzt werden auf die ersten zwölf Monate nach der Zulassung des Medikamentes. Anschließend sollte auf wirkstofffreie Muster umgestellt werden. So lässt sich auch bei speziellen Präparaten zum Beispiel zur Inhalation oder zur Injektion der Umgang erlernen.

Arzneimittelmuster werden meist von Pharmavertretern in die Praxen geliefert und unterliegen damit nicht den üblichen Qualitätsvorgaben wie zum Beispiel einer Lagerungskotrolle oder einem kontrollierten Rückrufsystem. Viele Wirkstoffe sind auch temperaturempfindlich und überstehen eine Lagerung oder einen Transport in untemperierter Umgebung nicht unbeschadet.

Mehr lesen bei tk-online...

Ich mache mir schon länger Gedanken um die Arzneimittelsicherheit der Ärztemuster. In den meisten Fällen lagern die bei den Pharmaberatern in der Garage, im Keller oder auf dem Dachboden. Alles keine Örtlichkeiten, die einer sachgerechten Lagerung von Arzneimitteln dienen.

Es ist kaum vorstellbar, dass Räumlichkeiten wie Garage, Keller und Dachboden auch nur annähernd für die sachgerechte Lagerung von Arzneimitteln geeignet sind. Garagen können weder trocken sein, noch die erforderliche Temperatur und Luftfeuchte für die Arzneimittellagerung aufweisen, zumal wenn in der Garage auch noch der Firmenwagen untergebracht ist. Aber auch ohne ist eine Garage nicht der rechte Platz für die Lagerung von Arzneimitteln. Welche Garage ist schon beheizt, trocken und entsprechend klimatisiert? Das gilt auch für Kellerräume und Dachböden. In diesen Räumlichkeiten ist eine sachgerechte Arzneimittellagerung völlig ausgeschlossen. Welches Pharmaunternehmen klimatisiert schon den Keller oder Dachboden, seiner Pharmareferenten, nur um dort Muster lagern zu können?

Arzneimittel sind getrennt von übrigen Waren, bei Temperaturen zwischen 15°C und 25°C, entsprechend den jeweils geforderten Bedingungen zu lagern. Die Luftfeuchtigkeit sollte 60% nicht übersteigen. Werden Arzneimittel außerhalb dieser Temperatur- und Feuchtebereiche aufbewahrt, wird die Stabilität nicht gewährleistet, d.h. durch thermische und hydrolytische Zersetzung können Abbauprodukte entstehen, die im schlechtesten Fall sogar toxisch sind. Auch die galenische Zubereitung kann unter falscher Lagerung leiden. Ganz zu schweigen davon, wenn die Arzneimittelmuster bei wechselnden Temperaturen tagelang im Firmenwagen durch die Gegend gefahren werden.
posted by Pharmafritz @ 20:33   0 comments
20 Januar 2008
Schmiergeldzahlungen an Saddam?
Ob die Pharmakonzerne GlaxoSmithKline® und AstraZeneca® Schmiergelder an das Regime von Saddam Hussein zahlten, wird gerade von der britischen Ermittlungsbehörde Serious Fraud Office untersucht. Jedenfalls sind die Unternehmen aufgefordert worden, Unterlagen, wie Verträge, Rechnungen, Mails und Faxe vorzulegen.

Mehr lesen bei Apotheke adhoc. de
posted by Pharmafritz @ 17:03   0 comments
Nebenwirkung bei Appetitzügler Acomplia®
Es ist schon nicht mehr lustig, was die Pharmaunternehmen in der letzten Zeit für giftige Sachen anrühren. Anderseits ist es nicht verwunderlich. Gibt doch die Pharmaindustrie in den USA fast doppelt so viel Geld für Werbung aus, als für Forschung und Entwicklung. In 2004 wurden insgesamt 57,5 Milliarden Dollar in Werbemaßnahmen investiert. Bei Forschung und Entwicklung waren es dagegen nur 31,5 Milliarden Dollar.

Zu den Werbemaßnahmen zählen u. a. die Verteilung kostenloser Arzneimittelmuster, Werbeanzeigen, Mails, Ärztebesuche durch Pharmavertreter und Seminare, auf denen die Medikamente beworben wurden.

Rimonabant, unter dem Namen Acomplia® in Deutschland vermarktet, ist ein Medikament zur Gewichtsreduktion. Nur hat das Arzneimittel ein Problem, es hat Nebenwirkungen. Mit einer ist ganz und gar nicht zu spassen. Während der Anwendung des Präparates kann es zu Depressionen und psychischen Störungen kommen.

Dänische Wissenschaftler berichten, dass das Arzneimittel zwar die Gewichtsabnahme fördert, allerdings seien bei Studien schwere psychische Nebenwirkungen um 40 Prozent häufiger vorgekommen, als in den Vergleichsgruppen, die Placebos bekamen. Die US-Arzneimittelbehörde beobachtete sogar ein erhöhtes Selbstmordrisiko wärhrend der Behandlung mit Rimonabant.

Bereits im Juli vergangen Jahres hat die Europäische Arzneimittelagentur EMA vor den Nebenwirkungen des Lifestyle-Medikaments auf die Psyche gewarnt. Diese Nebenwirkung war schon bei der Einführung des Medikaments in 2006 bekannt. Die Kosten für Acomplia® werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

Nun droht dem Hersteller Sanofi-Aventis offenbar eine Sammelklage amerikanischer Aktionäre. Dem weltweit drittgrößten Pharmahersteller wird vorgeworfen, in dem Zeitraum zwischen Februar 2006 und Juni 2007 den Aktionären die bereits bekannten Nebenwirkungen verschwiegen zu haben.

Mehr lesen bei Apotheke adhoc.de
posted by Pharmafritz @ 16:56   1 comments
09 März 2007
Neue Wege in der Bluthochdrucktherapie?
In den 70er und 80er Jahren wurden die derzeit gängigen Medikamente gegen Bluthochdruck entwickelt. Dazu gehören unter anderem die sogenannten Kalziumantagonisten. Kalziumantagonisten hemmen den Einstrom von Kalziumionen in die Gefässmuskelzellen. Ohne Kalzium können sich die Muskelzellen nicht mehr zusammenziehen, die Gefässe erschlaffen, der periphere Widerstand nimmt ab, der Blutdruck sinkt. Der blutdrucksenkende Effekt ist um so größer, je höher der Ausgangsblutdruck ist. Indirekt kommt es dadurch auch zu einer Entlastung des Herzens.

Die andere Gruppe stellen die ACE-Hemmer dar. Der Wirkungsmechanismus der ACE-Hemmer beruht auf einer Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms, das Angiotensin-I in Angiotensin-II überführt - convertiert. Dadurch vermindert sich der Angiotensin-II-Spiegel im Blut, der periphere Widerstand wird gesenkt, der Blutdruck nimmt ab.

In den 90er Jahren kamen die Blutdrucksenker aus der Gruppe der Sartane, die Angiotensin-Rezeptor-Blocker (AT1-Antagonisten, ARBs) auf den Markt. Losartan, das erste Sartan, kam etwa Mitte der neunziger Jahre in die Apotheken und stellt auch heute noch den "Goldstandard" dieser Arzneimittelgruppe dar. Es folgten in kurzen Abständen weitere Sartane wie Valsartan, Candesartan, Irbesartan, Telmisartan, Eprosartan und Olmesartan. Sie wirken wie die ACE-Hemmer am Renin-Angiotensin-System, entfalten ihre Wirkung jedoch direkt am Rezeptor auf der Oberfläche der Blutgefässe, indem sie die A-II-A Bindungstellen von Angiotensin-II besetzen.

Sie hemmen also nicht die Entstehung von Angiotensin-II, wie die ACE-Hemmer, sondern blockieren die Wirkung des Hormons durch Besetzung der entsprechenden Angiotensin-II-Rezeptoren. Durch die selektive Wirkung zeigen die Sartane ein besseres Nebenwirkungsprofil. Je nachdem, wie fest die Bindung am Rezeptor ist, haben die Sartane eine Wirkungsdauer von bis zu 24 Stunden und länger.

Nachdem Novartis® Anfang Dezember 2006 zusätzliche Studiendaten zu Tekturna® bei der FDA eingereicht hatte, damit die Zeit hatte um neue Studiendaten zu möglichen Nebenwirkungen des Medikaments im Darm auszuwerten, hat der Pharmakonzern Novartis® nun von der US-Gesundheitsbehörde die Zulassung für seinen neuen Blutdrucksenker Tekturna® (Aliskiren) erhalten. Es soll in den USA noch in diesem Monat auf den Markt kommen. Tekturna® gilt als potenzieller Blockbuster.

Das neue Arzneimittel soll sich von den etablierten Substanzen dadurch unterscheiden, dass es im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System angreift. Es verhindert die Umwandlung von Angiotensinogen in Angiotensin-I durch Bindung an die Protease Renin. Die Angiotensin-II-Spiegel sinken, im Gegensatz zu einer Therapie mit Sartanen, bei der sie ansteigen. Das System wird komplett gehemmt.

In einer Dosisfindungsstudie über vier Wochen soll sich 300 mg Tekturna® so effektiv erwiesen haben, wie 100 mg Losartan. Die Halbwertzeit des neuen Arzneimittels beträgt etwa 40 Stunden, die Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 2,6 Prozent. Unerwünschte Wirkungen, wie Kopfschmerz, Durchfall oder Schwindel sollen mit 2-5% so häufig auftreten wie bei Sartanen.

Doch bringt die Substanz auch Vorteile für die Patienten im Vergleich zu den bereits verfügbaren Substanzen? Die in einer Langzeitstudie erreichten Raten an Patienten, bei denen der Zielblutdruck erreicht wurde, lag zwischen 65 und 70 Prozent. Endgültiges kann wohl erst nach großen Vergleichen mit ACE-Hemmern und AT1-Antagonisten abgeschätzt werden.

posted by Pharmafritz @ 22:46   1 comments
08 März 2007
Die fetten Jahre sind vorbei
Es scheint ein ganz normaler Mittwochmorgen zu sein im Konstanzer Industriegebiet beim Flugplatz. Vor der Firmenzentrale der Altana Pharma AG fahren Autos vor. Leute steigen ein und aus. An der Baustelle, wo eigentlich die neue Hauptverwaltung für die wichtigste Tochter eines deutschen Top-Unternehmens errichtet werden sollte, werkeln Arbeiter vor sich hin. Auffällige Limousinen mit dänischem Kennzeichen oder teure Leihwagen, die auf die Anwesenheit von Top-Managern des Nycomed-Konzerns - er hatte die Altana Pharma AG im Herbst übernommen - hinweisen könnten, sucht man vergeblich. Statt dessen kurven Lieferwagen vor der Pforte herum, an denen das Altana-Logo entfernt und bisher kein neues angebracht wurde.

Doch die Ruhe trügt. In den Büros des Unternehmens wird am Restrukturierungsplan gearbeitet, an dessen Ende Entlassungen in unbekannter Zahl stehen werden. Und es gibt eine Menge Menschen in Konstanz, die in diesen Tagen vor allem ein Thema umtreibt: Wie geht es weiter mit dem wichtigsten Arbeitgeber der Stadt?

Weiterlesen bei suedkurier.de

posted by Pharmafritz @ 22:32   0 comments
25 Februar 2007
Hintergründe der MDR-Sendung "Hauptsache Gesund"
Die Sendung "Hauptsache Gesund" mit Fernsehärztin Dr. Franziska Rubin gilt als die erfolgreichste deutsche Gesundheitssendung. Während Dr. Thomas Höhn von der Schwestersendung "Natürlich Gesund" seinen Ruf als MDR-Fernseharzt ungehemmt zur Ankurbelung seiner privaten Geschäfte mit dubiosen Anbietern von überteuerten Esoterikgeräten und Vitaminpräparaten nutzt, ist "Hauptsache Gesund" ein PR-Vehikel der Apotheker- und Pharmalobby. Im Gegenzug macht Franziska Rubin mit Pharmafirmen und Apotheker-Verlagen gute Geschäfte [...]

Mehr unter BooCompany

posted by Pharmafritz @ 21:56   0 comments
Zyprexa® - Einblicke in die Abgründe des Pharmamarketings
Der amerikanische Pharmakonzern Lilly hat sich mit den Anwälten von rund 18.000 Klägern auf die außergerichtliche Zahlung von 500 Millionen US-Dollar geeinigt. Gegenstand der Klagen waren die diabetogenen Nebenwirkungen des Medikaments Zyprexa® mit dem Wirkstoff Olanzapin, einem atypischen Antipsychotikum. Es ist die zweite Einigung in dieser Angelegenheit. Im Jahr 2005 hatte Lilly bereits 700 Millionen US-Dollar an 8.000 Patienten gezahlt. Die Firma betont, dass die Zahlungen freiwillig erfolgen. Ein kausaler Zusammenhang zwischen der Einnahme des Medikaments und einem Diabetes sei nicht zweifelsfrei bewiesen[...]

Quelle: ärzteblatt.de ...

BooCompany bietet ab sofort 5.506 Seiten belastende Original-Unterlagen zum Download an und gewährt so nie dagewesene Einblicke in die Abgründe des Pharmamarketings.

Mehr über die Abgründe Hintergründe des Geschehens hier ...


posted by Pharmafritz @ 21:54   0 comments
08 Februar 2007
Legale Korruption
Unter der Überschrift "Legale Korruption" schreibt die Tageszeitung "Junge Welt" über die Methoden der Pharmaindustrie, die Ärzte zur Verordnung ihrer Präparate zu bekommen.

Pharmavertreter und etliche niedergelassene Ärzte arbeiten Hand in Hand bei der Ausplünderung der Krankenkassen.

Verschreiben Mediziner ein Medikament, das ihnen von Pharmareferenten angeboten wird, erhalten sie pro Patient bis zu 1000 Euro für das Ausfüllen eines Bogens, in dem sie dem Unternehmen über die Behandlungsergebnisse berichten. Nach einer internen Studie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die die Zeitschrift Stern im Januar veröffentlichte, befanden sich zwischen August 2004 und Dezember 2006 mehr als eine Million Patienten in Anwendungsbeobachtungen. Mehr als 30000 Ärzte und damit jeder vierte niedergelassene Mediziner nahmen etwa an den AWBs des Herstellers Astra Zeneca für das Magenmittel Nexium teil.

Um was es mit den AWBs wirklich geht, machte Novartis in einem firmeninternen Protokoll deutlich: »Marktführerschaft: Mehr Patienten durch AWBs«. Im letzten Jahr betraf dies insbesondere die Bluthochdruck-Mittel Diovan und Codiovan. Pharmavertreter sollten Ärzte für beide Medikamente zu insgesamt 35000 AWBs gewinnen. Den Schaden für die gesetzlichen Kassen durch die AWBs beziffern Kritiker pro Jahr auf 930 Millionen Euro.

Den ganzen Bericht lesen...


posted by Pharmafritz @ 00:31   0 comments
25 Januar 2007
Sparkurs im Vertrieb
Der größte und zugleich wohl finanzstärkste Pharmahersteller der Welt will sich von zehn Prozent seiner Mitarbeiter trennen und damit seine Kosten um etwa zwei Milliarden Dollar reduzieren. Das jüngste Sparprogramm des US-Konzerns Pfizer dürfte seine Signalwirkung nicht verfehlen.[...]

Anders als bei früheren Sparrunden wagt der Branchenprimus erstmals massive Einschnitte auch im Vertrieb, wo man offenbar mehr als die Hälfte der geplanten Kostensenkung realisieren will. Mit einem Umsatzanteil von durchschnittlich fast einem Drittel bilden Marketing und Vertrieb den mit Abstand größten Kostenblock für die Branche, weit vor den (oft nur halb so hohen) Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Die Heerscharen an Pharmareferenten und ihre in den Augen vieler mitunter fragwürdigen Informationsmethoden sind zugleich eine maßgebliche Erklärung für das miserable Image der Industrie.[...]

Weiterlesen bei handelsblatt.com

posted by Pharmafritz @ 21:58   0 comments
23 Januar 2007
Pfizer streicht tausende Jobs
Rund 10.000 Arbeitsplätze will der Pharmakonzern Pfizer streichen. In Deutschland soll ein Forschungszentrum verkauft werden. Pfizer plant in Europa eine mehr als 20-prozentige Reduzierung seiner Verkaufsmannschaft, wobei es Konsultationen mit den Betriebsräten geben solle.

Weiterlesen bei netzzeitung.de und handelsblatt.com

Der amerikanische Pharmakonzern Pfizer will sich in Deutschland von rund 760 Mitarbeitern trennen. Wie das Unternehmen am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, sollen nach ersten Planungen in Karlsruhe etwa 320 Arbeitsplätze entfallen, darunter im wissenschaftlichen Außendienst rund 190 und im Innendienst der Deutschland-Zentrale in Karlsruhe 130 Stellen. Außerdem soll das Wirkstoff- und Arzneimittelwerk Heumann PCS in Feucht bei Nürnberg mit seinen etwa 440 Mitarbeitern verkauft werden.

Weiterlesen bei faz.net


posted by Pharmafritz @ 18:40   0 comments
 
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