Es scheint ein ganz normaler Mittwochmorgen zu sein im Konstanzer Industriegebiet beim Flugplatz. Vor der Firmenzentrale der Altana Pharma AG fahren Autos vor. Leute steigen ein und aus. An der Baustelle, wo eigentlich die neue Hauptverwaltung für die wichtigste Tochter eines deutschen Top-Unternehmens errichtet werden sollte, werkeln Arbeiter vor sich hin. Auffällige Limousinen mit dänischem Kennzeichen oder teure Leihwagen, die auf die Anwesenheit von Top-Managern des Nycomed-Konzerns - er hatte die Altana Pharma AG im Herbst übernommen - hinweisen könnten, sucht man vergeblich. Statt dessen kurven Lieferwagen vor der Pforte herum, an denen das Altana-Logo entfernt und bisher kein neues angebracht wurde.
Doch die Ruhe trügt. In den Büros des Unternehmens wird am Restrukturierungsplan gearbeitet, an dessen Ende Entlassungen in unbekannter Zahl stehen werden. Und es gibt eine Menge Menschen in Konstanz, die in diesen Tagen vor allem ein Thema umtreibt: Wie geht es weiter mit dem wichtigsten Arbeitgeber der Stadt?
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